Die WWDC ist rum und Apple hat wieder kein iPhone vorgestellt – Überraschung? Die wirkliche Überraschung dabei ist, das immer noch Kommentatoren (vor allem von großen Nachrichtenseiten) und Fans davon enttäuscht zu sein scheinen.

Das ist ein bisschen so als würde man am Weihnachtsabend bis zur letzten Minute hoffen, dass Geschenke aus dem Kamin fallen. Ernsthaft: Selbst wenn Apple (und die Nachrichtenseiten) das wollten – ein neues iPhone ließe sich nicht mehr bis zum letzten Moment geheim halten. Dafür sind zu viele Firmen und Mitarbeiter involviert und dafür ist der Gewinn durch Leaks zu groß.

In Wahrheit liegt die Enttäuschung aber tiefer: Fanpeople und Kritiker sehnen sich doch nach dem Übergadget: das kann man unbedingt haben wollen – oder effektvoll ablehnen. Damals (“one more thing…”) gab es nur das eine iPhone für die einen und (irgendwie doch faszinierte) Ablehnung und Hoffnung auf einen Retter für die anderen. Und jetzt geht es nur noch um Displaygrößen und die Erreichbarkeit des WLAN-Schalters.

Googles Glass hat mal kurz ein Prickeln ausgelöst. Aber die Brille ist schon vorgestellt (also Weihnachten schon rum) aber noch lange nicht fertig und man kann sie zwar effektvoll ablehnen – aber wirklich haben wollen sie doch nur wenige.

Was von der WWDC bleibt (für einen Microsoftie mit iPhone) ist ein “epic / very exciting”, neues Betriebssystem für i-Geräte auf das man sich ganz entspannt freuen kann – die dazu passende Hardware dazu ist schon da. Das ist für Apples Aktienkurs vielleicht nicht so gut, aber ich find’s großartig.

 

Hey, da tut sich ja einiges bei Livescribe :

- Der Smartpen Echo kann per USB-Kabel unmittelbar Eingaben auf dem PC erzeugen (die Zeichnung ist gleichzeitig auf dem Blatt und dem Bildschirm).

- Über “Livescribe Connect” lässt sich mitgeschriebenes schon auf dem Stift zur Übertragung markieren. Beim nächsten PC-Sync wird es dann nach Wunsch per EMail verschickt, bei Social Networks hochgeladen oder ans iPad übertragen. Das klingt sehr interessant. Die Software und das benötigte Update sind laut Livescribe-Website kostenlos.

- Die “pencasts” (livescribisch für “Mitschriften mit Tonaufzeichung die an andere Nutzer weitergegeben werden können) gabs die ganze Zeit nur als Flash – jetzt sind es PDFs. Um alle Funktionen nutzen zu können wird der neueste Adobe-Reader benötigt.

Guten Morgen allerseits !

Nach einem Mal drüber schlafen denke ich wirklich : Das dürfte es gewesen sein mit den Netbooks. Herr Jobs hat es mal wieder geschafft vielen Produktmanagern vieler IT-Hersteller eine schlaflose Nacht zu machen weil Apple schon wieder eine neue Produktklasse aus dem Hut gezaubert hat.

Nennen wir es mal Kneetop.

Aber eins nach dem anderen – Apple nennt es erst mal ipad. Passt ja auch zu schön in die Apfel-Nomenklatur. Und es ist wieder Mal ein wunderschönes Gerät, das ich am liebsten sofort in die Hand nehmen möchte. Und es wird für für viele, viele Leute das tun was sie sich von den Netbooks schon gewünscht hatten. Ausgenommen mal die, die wirklich eine Reiseschreibmaschine brauchen und nicht zu große Händer haben. Ich hätte mir fast ein Netbook angeschafft um unterwegs oder auf dem Balkon, dem Sofa meiner Informationssucht zu frönen. Um onvailable zu sein, per EMail und IM, um Wikipedia zu lesen usw. Und dann kam das iphone und konnte das alles einfach schon im Hosentaschenformat und beantwortete meine spontante Fragen an Netbooks : Warum habt Ihr eigentlich keinen Touchscreen ? Und wofür habt Ihr eine echte Tastatur, wenn die dann doch irgendwie zu klein ist ? Und warum seid Ihr nicht immer online ? Und kann man ein Notebook auf ein drittel Schrumpfen ohne Eingabe und Darstellung zu verändern ?

Das alles und ein bisschen mehr beantwortet jetzt das ipad. Nimm ein iphone und mache es gerade so groß, das es noch gut in der Hand liegt, oder eben auf dem Knie. Nutze aber den Platz auf dem Display dann auch um die Bedienung noch mal zu verbessern, so wie es Apple bei den EMails offensichtlich getan hat. Udn nutze den Platz im Gehäuse um noch ein bisschen mehr Leistung reinzustecken damit Videos und Spiele auch in der Größe toll aussehen. Die Ansprüche sind auf der Couch einfach höher als am Bahnsteig oder im Wartezimmer.

Die Weiterentwicklung ist es, die mich wirklich begeistert. Das ipad spricht genau so mit itunes wie der pod und das phone. Ich werde also die selben Inhalte, meine Photoalben, meine Musiksammlung, Podcasts und Spiele auf einem Gerät mehr haben. Ich kann das iphone an der Haustür in die Tasche stecken und in der Hängematte das ipad auspacken und es wird sich genau so anfühlen. Ich kann also mein Stockholm-Syndrom auf ein weiteres Gerät ausweiten :)

Und ich kann noch leichter andere damit anstecken. Videos und Photos beim Kaffeekränzchen rumreichen, oder zu zweit Couchsurfen oder spielen. Das wird toll …

Bin ich gespannt, das Teil in den Händen zu haben !

stuecki

P.S.: Hier kommen natürlich noch ein paar Links

http://www.apple.com/ipad/

http://www.spiegel.de/video/video-1043389.html

a5Endlich schreibe ich mal was über den Smartpen und dann stimmt die Hälfte schon nicht mehr.

Zwei gute Nachrichten :

  • A4 und A5 Blöcke von Livescribe verfügbar (z.B. bei unimall.de)
  • Visionobjects liefert endlich deutsches Sprachpaket für die Handschrifterkennung

Lieber Herr Livescribe, bring doch als nächstes :

  • Desktop-Software und Handbuch auf Deutsch
  • Kariertes Papier

stuecki

smartpenHallo Netz,

jetzt schleppe ich seit vier Wochen mal wieder einen Akku mehr mit mir herum, diesmal in einem Kubelschreiber. Und das wo ich mir erst im Winter einen wunderschönen hölzernen Füller gekauft habe, so mit Tintenfass und allem. Und jetzt kommt dieser Riesenkulli mit Metallgehäuse und Display und mit Akkustandsanzeige und mit schwarzer Mine (bäh!) und – ich bin total begeistert. Das Ding ist der Hammer ! Wie schon so viele andere Blogger (bei der Pre-Sales-Recherche stiess ich immer wieder schmunzelnd auf wirreswirken) will ich schon seit Wochen Review, Erfahrungsbericht und Empfehlung schreiben – aber es klappt nicht. Vielleicht schreibt man zu gerne wieder mit der Hand mit dem neuen Zauberstift :)

Also hier zumindest eine kleine Zusammenfassung für den Anfang : Continue reading »

virtualisierung

im NSLU2-Artikel hatte ich’s ja schon mal angeschnitten – ich suche immer noch eine auch für KMUs bezahlbare Backup-Lösung für virtualisierte Systeme. In diesem Fall geht’s um einen Windows 2008 Server auf VMWare ESXi 3.5.

Die Zwickmühle : W2k8 Server kann inziwschen vernünftig (über Schattenkopien) selbst Sicherungen anlegen, allerdings nur auf direkt angeschlossenen oder per USB verbundenen Datenträgern. VMWare und USB vertragen sich ja konzeptionell nicht so richtig (Stichwort z.B. HA). Belkin’s USBoverEthernet-Box habe ich als Alternative ausprobiert, die ist definitiv zu langsam.
(OT : Ideal und die vielleicht einzige Rettung ist sie für USB-Dongles zur Softwarelizenzierung).

Die Alternativen sind also : Andere Backup-Software, die auch ins Netz sichern kann (empfehlenswert : Storagecraft’s Shadowprotect) oder Anbindung externen Storage über Umwege.

Inzwischen laufen beide Wege auf verschiedenen Systemen, hier ein kurzer Überblick :

Variante 1 : NSLU2

An einem Linksys NSLU2 hängt eine ganz normale USB-Festplatte, die über CIFS freigegeben ist. Gesichert werden zwei Maschinen (SBS2008 und XP) mit Shadowprotect Server bzw.  Desktop 3.3

Pros :

  • Sicherungsfestplatte kann irgendwo im Gebäude stehen (anderer Brandschutzbereich) und ist leicht zu wechseln
  • Flexible Sicherung / Rücksicherung über nette GUI
  • Shadowprotect erstellt komplette Images der Systeme, Desaster Recovery auch über VMWare Converter möglich
  • Full und Incrementals möglich (siehe CONs)

CONs :

  • NSLU2 Performance. Mit einem XFS-Formatierten Datenträger schaffe ich <5MB/s
  • Kosten für zusätzliche Backup-Software

Variante 2 : pimped Linkstation

Kollege Cyman war so frei einer Buffalo Linkstation PRO einen Kernel mit NFSv3/4 Unterstützung unterzujubeln. Die Linkstation kann jetzt eine NFS-Share aufmachen die VMWare ESXi wiederum direkt als Storage einbinden kann.

Ein Windows 2008 Server bekommt nun einfach ein weiteres Diskfile auf dem NFS-Storage in das die onBoard-Backupsoftware ihre Sicherungen schreibt.

Als Bonus kann der restliche Platz auf dem NFS-Mount noch für lokale VMWare Backup-Scripts genutzt werden. Da soll Kollege Cyman noch mal genaueres dazu schreiben.

PROs :

  • Sicherung von Nutzdaten und VM-Images parallel möglich
  • Keine weitere Backup-Software nötig – Rücksicherung von Files mit Windows Bordmitteln

CONs :

  • Performance schlechter als gedacht – W2k8 sichert mit ca 100MB/m
  • Platte kann nicht einfach gewechselt werden (VMWare fliegt der Store weg)

Soviel erst Mal, bald wieder mehr.

Greetz,

stuecki

Host : Dell Latitude E6400 / Win7 x64 RC1
Messung mit HDTune 2.55

Referenz : WD Scorpio Black 250GB (WD2500BJKT) intern SATA:
Transfer Rate Minimum : 4.3 MB/sec
Transfer Rate Maximum : 67.3 MB/sec
Transfer Rate Average : 52.4 MB/sec
Access Time           : 14.9 ms
Burst Rate            : 65.9 MB/sec
CPU Usage             : -1.0%

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To-Do : Alternative Firmware auf Linksys’ USB2LAN Box “NSLU2″ um NFS-Shares zu ermöglichen.
Ziel : Zugriff auf USB-Festplatten im LAN für entfernte Backups bzw. Backup von VMWare ESX-Servern auf eine NFS-Freigabe

Nicht wirklich ein “News” da das Projekt schon ein paar Jahre drauf hat, aber im Bezug auf VMWare wieder aktuell (USB-Platten nicht direkt am ESX-Server anschliessbar) – dafür brauche ich NFS-Shares. Und die können NSLU2 oder Bufallo’s Linkstation nur mit alternativer Firmware bieten…

Die Grundfunktionen des NSLU2 tun was sie sollen und sind einfach einzurichten – Über die mitgelieferte CD IP vergeben oder DHCP einschalten (ist nicht automatisch aktiviert), Platte anschliessen, fertig.
Angeschlossene Platten oder USB-Sticks werden automatisch mit Schreib-/Leserechten für alle freigegeben.  Freigaben können natürlich auch angepasst werden, Berechtigungen allerdings nur, wenn die Datenträger EXT3-formatiert sind.

Übertragungsraten sind für Backups ein wichtiger Faktor, also wollte ich die Übertragungsraten vorher/nachher testen.
Testkonfiguration : ST380815AS mit einer Partition (10GB, FAT32)

HD-Tune (Festplatte direkt am Notebook angeschlossen) : ca. 25MB/s
NSLU2 (original Firmware V2.3RA5)
- FTP schreiben 4MB/s
- FTP lesen 5 MB/s
- CIFS schreiben ca. 5MB/s
- CIFS lesen ca. 5MB/s

Hmm. Nicht wirklich berauschend. Wenn die Festplatte mit NTFS formatiert ist wird’s noch langsamer.

Also auf zur neuen Firmware, vielleicht wird’s ja besser.

Erst mal ein paar Links :

http://de.wikipedia.org/wiki/NSLU2

http://www.openslug.org/

Erster Versuch : unslung (angepasste Version der original-Firmware) mit erweitertem Webinterface.http://www.netznews.de/wp-admin/post-new.php
Installation nach Readme klappte problemlos, die Firmware ist aber ganz schön alt, deswegen erst mal wieder verworfen.

Zweiter Versuch : SlugOS/BE

http://www.nslu2-linux.org/wiki/SlugOS/InstallandTurnupABasicSlugOSSystem

Die Installation funktioniert problemlos wie im Readme/Wiki beschrieben.
Für die Plattenplatz-Erweiterung habe ich einen 4GB-USB-Stick eingesetzt.

Die Kiste läuft stressfrei, Performance ist unverändert.

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